Magazin · Zusammenarbeit
Externer ISB in 10 Tagen: So läuft unser Onboarding — Tag für Tag
Stand: August 2026 · Lesezeit: ca. 6 Minuten
„In 10 Tagen einsatzbereit" klingt nach Marketing — ist bei uns aber ein dokumentierter Prozess mit festen Meilensteinen. Hier legen wir ihn vollständig offen: Tag für Tag, inklusive dessen, was wir dafür von Ihnen brauchen.
Warum Geschwindigkeit zählt
Die typischen Anlässe für ein ISB-Mandat haben Fristen: die Policen-Verlängerung der Cyberversicherung, ein Kundenaudit mit Stichtag, die NIS-2-Registrierung. Eine interne Stellenbesetzung dauert drei bis sechs Monate — Zeit, die in diesen Situationen niemand hat. Deshalb haben wir unser Onboarding standardisiert und auf zehn Arbeitstage verdichtet.
Tag 1–2: Kickoff und Bestellvorbereitung
Auftaktgespräch mit der Geschäftsleitung: Wir klären den Geltungsbereich (welche Standorte, Systeme, Prozesse), benennen die Ansprechpartner auf beiden Seiten und bereiten die Bestellunterlagen vor. Sie erhalten eine kompakte Dokumentenanfrage — typischerweise Organigramm, vorhandene Richtlinien, Netzwerkübersicht, Vertragslage mit IT-Dienstleistern.
Tag 3–5: Bestandsaufnahme
Wir sichten die vorhandene Dokumentation und führen strukturierte Interviews mit IT-Verantwortlichen und Schlüsselpersonen — remote oder vor Ort. Ergebnis ist ein ehrliches Bild des Ist-Zustands: Was existiert, was fehlt, was ist veraltet. Keine Schuldzuweisungen, nur Fakten.
Tag 6–9: Schutzbedarf und Erstmaßnahmen
Auf Basis der Bestandsaufnahme erstellen wir die Schutzbedarfsfeststellung für die wichtigsten Geschäftsprozesse und Systeme, priorisieren die dringendsten Lücken nach Risiko und entwerfen die Sicherheitsleitlinie — das Grundsatzdokument, das Auditoren und Versicherer als Erstes sehen wollen.
Tag 10: Formale Bestellung
Die Geschäftsleitung unterzeichnet die Bestellurkunde — ab diesem Moment sind Sie gegenüber Kunden, Versicherern und Behörden nachweisfähig. Im Management-Briefing übergeben wir den 90-Tage-Maßnahmenplan: die priorisierte Roadmap für das erste Quartal des Mandats.
Was wir dafür von Ihnen brauchen
Ehrlicherweise: Das Tempo funktioniert nur mit Ihrer Mitwirkung. Konkret heißt das drei Termine mit der Geschäftsleitung (Kickoff, Zwischenstand, Bestellung), einen benannten internen Ansprechpartner mit Auskunftsfähigkeit zur IT und die Bereitstellung der angefragten Dokumente in den ersten zwei Tagen. Verzögert sich Ihre Zulieferung, verschiebt sich der Plan entsprechend — das sagen wir vorab so klar, wie wir es meinen.
Und nach Tag 10?
Beginnt die eigentliche Arbeit: monatlicher Jour fixe, Umsetzung des Maßnahmenplans, Aufbau bzw. Pflege des ISMS, erste vollständige Risikoanalyse. Der Unterschied: Ab Tag 10 tun Sie all das mit formal bestelltem ISB und dokumentiertem Sorgfaltsnachweis — nicht mehr in der Grauzone.